HEIMAT 3 - Chronik einer Zeitenwende


2002 - 2004

Regie   
Edgar Reitz

Drehbuch     
Edgar Reitz
Thomas Brussig

Herstellungsleitung     
Robert Busch

Produktionsleitung    
Robert Busch
Jochen Ludwig

Assistentin der Produzenten     
Julia Blaschke

Filmgeschäftsführung    
Helma Flachsmeier

Aufnahmeleitung    
Michael Stritzl
Herbert Ruf

Produktionsassistenz    
Katharina Lakner

Set-Aufnahmeleitung    
Olaf Kenner
Christoph Soldan

Regieassistenz    
David Pichler
Patricia Koschnik-Leray
Brigitta Nübel

Script/ Continuity    
Patricia Koschnik-Leray
Adelheid Bimmel
Ingrid Carstensen
Cornelia Meyer

1. Schnittassitenz    
Friederike Treitz

2. Schnittassitenz    
Helga Beyer
Angela Schleicher

1. Kameraassistenz    
Anna Crotti
Herbert Sporrer

2. Kameraassistenz    
Marco Erdmann
Florian Dittel

Tonassistenz    
Saskia Seeger
Julia Napf

Requisite    
Alexander Stolle
Friedel Pöpper-Gabel

Innenrequisite    
Sarah Krämer

Requisiten-Assistenz    
Oliver Wolf

Baubühne    
Rudi Boda
Uwe Pjater (Addi)
Frank Dietz (Franek)
Tim Köckretz
Clemems Jochem

Kostüm-Assistenz    
Anja Richter
Evelyn Straulino

Garderobe    
Susanne Fuchs
Angela Alcalà Toca

Komparsen-Casting    
Helma Hammen
Margot Röper
Local Heros

Oberbeleuchter    
Martin Bourgund
Dieter Müller-Lenz
Heinz-Walter Rose

Beleuchter    
Birgit Adolf
Frank Wolters
Thomas Merz
Marcus Pund
Erik Wagner
Christian Nauen

Kamerabühne    
Herbert Sporrer
Reinhard Sprunck
Stefan Hübscher

Set-Betreuung    
Michaela Lowrie
Lorena Schuster

Produktionssektretärin    
Susanne Ludwig
    
Produktionsfahrer
Michael Kessler

Standfotos    
Bernd Weisbrod
Michael Moser

Motivaufnahmeleiter    
Susanne Binninger
Bernd Gross
Florian Nilson
Jens Gross
Kees van der Meulen
Hans Hoesterburg

Filmarchitekten    
Walter Richarz
Stefan Jäckel

Bau Günderrode-Haus    
Ars Ligni - Uwe Rumeney

SFX Schnee    
Snow Business

Stuntcrew & SFX Effekte    
Buff Connection
Jens Döldissen

Kamera 2nd Unit    
Rüdiger Kortz
Mirko Demschik
Nicolay Gutscher
Christian Wiege
Ralph Gemmecke
Ralf K. Dobrick

Kameraassistenz 2nd Unit    
Hans Warth.Leimbert
Thomas Bader
Tobias Rupp
Andrea Theis
Nils Keber
Lars Richter
Armin Karahasanovic
Harald Capota

Materialassistenz 2nd Unit    
Viviane Bendjus
Jean-Marc Junge
Sebastian Matthias
Vera Kachulle

Ton 2nd Unit    
Eick Hoemann
Alex Foster
Johannes Grehl
Günther Gerling
Roland Rebscher

Tonassistenz 2nd Unit    
Eckardt Hellmich
Martin Lippert
Boris Friedel

Zusatz-Requisiteur    
Thomas Dill

Ausstattungshilfe    
Philip Ihrlich

Requisite Aushilfe    
Carmen Hollauf
Sabrina Hömberg

Garderobe Aushilfe    
Johanna Gartlgruber
Monika Benke
Edith Neef
Monika Unrath
Rita Busch

Maskenbildner Aushilfe    
Sylvia Mohr-Schmuck
Manuela Adebahr
Elvira Liesenfeld
Bernd Heinemann

Catering    
Brückhof
Gemündener Hof
Landhotel zum Kronprinzen
Floris´Filmcatering
Restaurant Domino
Cine Cucina

Produktionsfahrer    
Rudolf Hoidn
Sibille Joer
Jörn Hartung
Heiko Gerch
Nadine Moser
Mirko Fahr
Lars Wunderlich
Christoph Koppisch
Elvin Rook

Regiepraktikum    
Olaf Schaarschmidt
Daniel Olteanu

Kamerapraktikum    
Ariane Mayer

Kostümpraktikum    
Christine Degenkolbe
Henriette Stützel

Produktionspraktikum    
Nadine Benke
Hanna Endres
Urs Heilig

Deutsch-Russische Beratung    
Art&Media, Freitag

Kooperation Leizig, Dresden, Marxwalde    
L.E. Vision Film- und Fernsehproduktion

Geschäftsführung    
Simone Baumann

Produktionsleitung    
Mandy Kreisl

Location Scout    
Benno Pastewka

Tonbearbeitung    
ARRI Ton

Soundeditior Soundabout    
Magda Habernickel
Anette Prey
Marcel Spisak

Geräuschemacher    
Joo Fürst

Synchronschnitt Geräusche    
Lisa Reinhard-Geffcken

Synchronaufnahmen    
PPA Film

Synchronschnitt Sprache    
Micki Joanni

Aufnahmeleitung Synchron    
Franziska Striebeck

Assistenz Soundeditor    
Daniel Vogl
Nicole Banaag
Christian Bischoff
Anna Rupp

Tonüberspielung    
Annemarie Fabricius

Herstellungsleiter    
Hans Hohenwarter

Projektleiter    
Florian Gross

Projektbetreuung    
Monika Petrinic

Digitale Effekte    
ARRI Film & TV

VFX Supervisor    
Jürgen Schopper

VFX Producer    
Dominik Trimborn

Senior Composing Artists    
Abraham Schneider
David Laubsch
Christian Wieser

3D Artists    
Markus Drayss
Michael Koch

Scanning    
Steve Stueart

Digital Lab Colorist    
Birgit Steffan

ARRI Laser Beleuchtung    
Alex Klippe
Sascha Stiller

Kopierwerk    
ARRI Kopierwerk

Leitung    
Sepp Reidinger

Musterbetreuung    
Monika Krinke
Christian Littmann

Projektbetreuung    
Angela Reichenberger
Eva Weber
Angie Stoiber

Negativschnitt    
Renate Siegl
Christa Garmeier
Andrea Voggenauer
Sandra Stier

Videobearbeitung    
Stefan Söllner
Jan Mehlhase

Colormatching
Manfred Turek

Kamera, Licht Bühne    
ARRI Rental
gefilmt mit ARRIFLEX 535

Ton-Equipment    
Ambient Recording
Chris Price

Öffentlichkeitsarbeit und Akquisition    
MZ MedienService
Regine Meldt

Pressebetreuung und Eventorganisation    
Ana Radica

Drehbuchrechte  
Verlag der Autoren

Lektorat  
 Ingo Fliess

Weltvertrieb    
ARRI Media Worldsales
Antonio Exacoustos
Sylvia Edlemann

Finanzierung    
DZ Bank AG
Andreas Brey

Versicherung    
Franz Gossler
Deutsche Filmversicherungsgemeinschaft

Filmmaterial    
Fuji & Orwo
Michael Tomiczeck
Kodak

Informationstechnik    
Peter Benz Computer-Service
Reiner Godau

Titelmusik    
Nikos Mamangakis

Einspielung Filmmusik
Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Leitung    Ariel Zuckermann

Tonmeisterin
Brigitte Angerhausen

Format
35mm, 1:1,66

Bild/Ton
Farbe + s/w, Dolby Digital  

Verleih
Kinowelt Filmverleih GmbH (Leipzig)

Filmförderung
FilmFernsehFonds Bayern GmbH (FFF) (München),
Mitteldeutsche Medienförderung GmbH (MDM) (Leipzig),
Media Plus Programm




Film 1 - Das glücklichste Volk der Welt (1989) 106 min



Am Abend des historischen 9. November 1989 begegnen sich Hermann Simon und Clarissa Lichtblau nach langen Jahren wieder. In einer Berliner Hotelhalle fallen sich die Liebenden von einst in die Arme, während man ringsum euphorisch den Fall der Mauer am Brandenburger Tor feiert.

Hermann ist ein renommierter Dirigent und Clarissa eine gefeierte Sängerin geworden, doch sie haben immer nur aus Koffern gelebt und ein bewegtes, aber letztlich einsames Dasein geführt. Sie lieben sich in einem Hotelzimmer, während der Fernseher läuft und die Jubelszenen der Menschen von Ost und West überträgt. Als sie sich nach ihren beiden Leben befragen, erzählt Clarissa von einem Ort ihrer Sehnsucht, einem Haus, in dem sie mit ihm, den sie nie vergessen konnte, gern hätte leben wollen. Hermann ist wie elektrisiert und bricht noch in derselben Nacht mit ihr auf.
Unterwegs durch die DDR, dann in Westdeutschland, wechseln sie sich am Steuer ab, Hermann schläft auf dem Beifahrersitz ein. Als er erwacht, findet er sich in seiner Heimat wieder. Clarissas Traumhaus steht in einem Weinberg am Rhein, direkt gegenüber der Loreley. Hermann, der hier jeden Fleck kennt, ist beglückt und alarmiert zugleich. Ganz in der Nähe liegt Schabbach, das Dorf seiner Kindheit, das er als junger Mann voll Schmerz und Wut verlassen hatte, um in der Großstadt München ein freies Leben zu finden und seine künstlerischen Träume zu verwirklichen. Er hatte nie mehr zurückkehren wollen. Doch Clarissas Wunschziel und die Vorstellung, mit ihr hier ein neues Leben zu beginnen, betören ihn. Das schöne alte Fachwerkhaus, das sie kurz entschlossen kaufen, ist allerdings eine Ruine. Es muss aufwendig renoviert werden.

Während Hermann, trotz der alten Berührungsangst, sein Dorf und seine Brüder Ernst und Anton aufsucht, fährt Clarissa nach Leipzig. Ihr Konzert im Gewandhaus fällt zwar wegen einer der damaligen Montagsdemonstrationen aus, aber sie lernt dort Gunnar und Udo, zwei Bauhandwerker, kennen. Die jungen Männer sind gleich bereit, für West-Mark und am schönen Rhein, die Ruine wieder instandzusetzen. Und zwei weitere Sachsen werden engagiert: Tobi, ein Kirchenrestaurator, und Tillmann, ein Elektriker. Das Glück des Neubeginns im Jahr 1989 ist umfassend. Das "Günderrode-Haus" - benannt nach einer romantischen Dichterin, die angeblich darin gewohnt hatte - wird zum Schauplatz neuer Bekanntschaften und Wiederbegegnungen. Die jungen Sachsen erweisen sich als hervorragende Handwerker. Hermann und Clarissa befreunden sich mit ihnen, und man beschließt, das erste gesamtdeutsche Weihnachten gemeinsam in München zu feiern, wo Hermann noch seine alte Wohnung hat.
Clarissa kann jedoch nicht dabei sein. Allzu bald ist sie aus der Zweisamkeit mit dem Geliebten herausgerissen worden: Ihr 18jähriger Sohn Arnold, bei ihrer Mutter in Hamburg lebend, hat als "Hacker" ein Ding gedreht und muss vor Gericht. Sie fährt zur Verhandlung, die zwar glimpflich verläuft, aber die Mutter nimmt Clarissa ins Gebet wegen ihrer Liebe zu Hermann und dem "unsinnigen" Hausbau am Rhein. So gefährde sie ihre Karriere. Aus Schuldgefühlen verspricht sie der Mutter, Weihnachten bei ihr und Arnold zu verbringen.
Ohnehin sind Clarissa und Hermann durch jeweilige Engagements immer wieder getrennt worden und haben sich sehnsuchtsvolle Briefe von unterwegs geschrieben, während die Bauarbeiten am Günderrode-Haus voranschritten.
Weihnachten wird also ohne Clarissa in München gefeiert, in dieser für die DDR-Gäste märchenhaften Stadt. Als Hermann von einem Ausflug zur Zugspitze, den Gunnar und Udo mit ihren Frauen und Kindern begeistert erlebten, zurückkehrt, steht Clarissa unerwartet vor seiner Wohnungstür. Glücklich schließt er sie in die Arme.
Gunnar hat an diesem Tag jedoch ein schwerer Schlag ereilt. Seine Frau Petra, die sich in Hermanns Assistenten Reinhold verliebt hat, verlässt ihn abrupt. Überstürzt und tief gekränkt fährt Gunnar zur Baustelle am Rhein zurück und erlebt einsam das Silvester des Jahrs der Wiedervereinigung.

Clarissa    
Salome Kammer  
          
Hermann     
Henry Arnold

Gunnar     
Uwe Steimle         

Udo    
Tom Quaas

Tillmann     
Peter Schneider         

Tobi     
Heiko Senst

Ernst     
Michael Kausch         

Anton    
Matthias Kniesbeck

Petra     
Karen Hempel         

Reinhold    
Peter Götz

Jana     
Antje Brauner         

Hartmut    
Christian Leonhard

Mara     
Constance Wetzel         

Rudi    
Berthold Korner

Lenchen     
Christel Schäfer         

Fr. Lichtblau     
Edith Behleit

Wallauer     
Sepp Strubel         

Moni    
Julia Prochnow

Frau Wurz     
Gabriele Domschke         

Passant Berlin     
Manfred Richter

Ermittlungsrichter       
H.H. Müller         

Staatsanwalt    
Matthias Grundig

Rechtsanwalt     
Wolfgang Grindemann          

Hans   
Jörg Altmeyer

Dieter     
Andreas Külzer         

Lothar    
Ingo Lang

Gisela    
Jutta Altmeyer         

Marlies    
Birgit Nitze

Helga     
Anne Tatsch-Fink         

Hausmeister Gewandhaus     
Thorsten Wolf

Horst     
Karlheinz Kaiser         

Hanni    
Elisabeth Assmann

Frau Loewe     
Astrid Falkenau         

Pfarrer  
Karl-August Dahl

Zofe Belinda     
Stefanie Hellmann            

in weiteren Rollen
Lisa Trzebinsky, Mary Gensel, Florian Henke, Paula Henke, Karl Burg, Sonja Schaust, Christian Seibel, Stefan Knichel, Michael Krause, Manfred Gass



Film 2 - Die Weltmeister (1990) 100 min



8. Juni 1990. Es ist so weit: Das fertig restaurierte "Günderrode-Haus" von Hermann und Clarissa ist zu einem wahren Schmückstück geworden. Seine Schönheit leuchtet auch Hermanns Bruder Ernst entgegen, der in seiner Cessna den Rhein überfliegt und in gewagtem Tiefflug über das Haus beinah Gunnar vom Dach fegt. Der will dort eine Satellitenschüssel installieren - ein wichtiger Akt, denn heute soll nicht nur das Einweihungsfest stattfinden, es ist auch der Tag des Eröffnungsspiels der Fußball-WM, das alle am Fernseher miterleben wollen.

Zu Gast sind Hermanns ältester Bruder Anton mit seinem großen Familienanhang, die sächsischen Bauleute Udo mit Frau und Söhnen, Tillmann mit Moni, seiner neuen Liebe, und Freunde vom Dorf. Auch unerwarteter Besuch erscheint: Petra mit ihren zwei Kindern und Reinhold. Aus Bretagne- Ferien zurückkehrend macht die neue und provokant glückliche Familie am Günderrode-Haus Station. Gunnar, der verlassene Ehemann, ringt um Fassung, flüchtet sich in Alkohol und an den Fernseher. In seinem T-Shirt mit der Aufschrift "Brehme", seines Nachnamens, der auch der Name des deutschen Fußballstars ist, wirkt er eher lächerlich. Gunnar ist der Verlierer unter all den glücklichen Liebespaaren des Abends. Da ist ihm auch die Zutraulichkeit seiner kleinen Töchter kein Trost. Nach einem Einweihungsständchen für Hermann und Clarissa und einer Führung der Gäste durchs neue Haus, versammeln sich alle am Fernseher, um das Spiel "Argentinien gegen Kamerun" zu verfolgen. Der private Missklang scheint gebannt, doch spät in der Nacht kommt es zum heftigen Streit zwischen Gunnar und Petra. Sie will die Scheidung und die Kinder haben. In seinem Secondhand-VW braust Gunnar in Richtung Berlin davon, und die Party ist schlagartig zuende.

Am frühen Morgen, als man im Günderrode-Haus noch schläft, startet Ernst mit der Cessna gen Osten. Er wird von Tobi begleitet, mit dem er sich angefreundet und den er wegen seiner Russischkenntnisse als Konservator engagiert hat. Obwohl Ernst gerade von einem Beutezug ins Baltikum zurückgekehrt ist, wo er für ein paar Dollars verschollene Meisterwerke des Expressionismus ergattern konnte, zieht ihn die Sammler-Manie schon auf die nächste Abenteuerreise; diesmal zu den wohlfeilen Kunstschätzen in den Archiven der zerfallenden Sowjetunion. Unweit von Berlin machen sie wegen Spritmangels Station in Marxwalde, einem in Auflösung begriffenen Stützpunkt der DDR-Luftwaffe. Tobi, der Nonkonformist und "Späthippie" unter den jungen Sachsen, will eine alte Rechnung begleichen: Als Wehrdienstverweigerer war er hier vor einer Lenin-Statue zusammengeschlagen worden. Es gelingt ihm, seinen damaligen Peiniger, einen NVA-Hauptmann, zur Rede zu stellen. Was Tobi nicht bedenkt: Die alten Seilschaften der Militärs funktionieren noch. So kommt es, dass die russische Luftabwehr über Ernsts Flugpläne informiert wird. Ernst schlägt die Warnungen Tobis in den Wind und fliegt nach Russland weiter. Tobi bleibt besorgt zurück. Mit einem Militär-LKW und der Leninfigur, die er als Erinnerungsstück an sich genommen hat, fährt er in seine Heimatstadt Dresden zurück. Er will dort seine Bürgerrechtler-Kommune beim Aufbruch in die neue Zeit unterstützen.

Gunnar macht in Berlin eine Traumkarriere. Als "Mauerspecht" ist er von Managern des Warner-Bros.-Konzerns beauftragt worden, eine Million Steinchen als berlintypisches Weihnachtsgeschenk für deren Kunden zu liefern. Gunnar sieht sich als Jungunternehmer. Mit seinem vielen Geld glaubt er, Petra zurückerobern zu können; die aber zieht mit den Kindern für immer zu Reinhold nach München.
Hermann und Clarissa planen ein Ausjahr, um endlich in ihrem Haus beisammen sein zu können. Eine Ziege ist ihnen zugelaufen, ein launisches Tier, das sie in Atem hält. Auch das Landleben will gelernt sein. Das Finale der Fußball-WM vereint alle Deutschen, und damit auch die Protagonisten, im Siegesrausch. Mauerspecht Gunnar wird in Berlin von johlenden Fans als "Brehme" in die Luft gestemmt. Im Günderrode-Haus triumphiert Clarissas Sohn Arnold mit einem coolen Freudentanz. Tobi, der sich nichts aus Fußball macht, fährt mit der Lenin-Statue in den Hunsrück. Er will das ausrangierte Denkmal bei Ernst aufbewahren. Als er erfährt, dass der Freund auch nach drei Wochen nicht aus Russland zurückgekehrt ist, bangt er um sein Leben.


Clarissa    
Salome Kammer            

Hermann     
Henry Arnold

Gunnar     
Uwe Steimle         

Udo    
Tom Quaas

Tillmann     
Peter Schneider         

Tobi     
Heiko Senst

Ernst     
Michael Kausch         

Anton    
Matthias Kniesbeck

Petra     
Karen Hempel         

Reinhold    
Peter Götz

Jana     
Antje Brauner         

Hartmut    
Christian Leonhard

Mara     
Constance Wetzel         

Rudi    
Berthold Korner

Lenchen     
Christel Schäfer         

Fr. Lichtblau                                 
Edith Behleit

Arnold     
Björn Klein         

Moni    
Julia Prochnow

Wallauer     
Sepp Strubel         

Hauptmann Walde     
Ludwig Hollburg

Ermittlungsrichter       
H.H. Müller         

Oberst Herzog    
Manfred Möck

Rechtsanwalt     
Wolfgang Grindemann          

Hans  
Jörg Altmeyer

Dieter     
Andreas Külzer         

Lothar  
Ingo Lang

Gisela    
Jutta Altmeyer         

Marlies    
Birgit Nitze

Helga     
Anne Tatsch-Fink         

Major Gies     
Oliver Trautwein

Horst     
Karlheinz Kaiser         

Feldscher    
Uwe Graenitz

Biggi     
Silvia Klemm         

Fensterguckerin    
Christa Teege

Anna     
Madeleine Lenke        

Die Scheue Mieterin      
Elisabeth Degen

Mr. Nothe     
Peter Cotton        

Mr. Geist    
Philipp Rafferty

Mr. Kolding   
Jeff Caster        

Martina    
Monika Disse

Klavierverkäufer     
Peter Mohr                      

Hygieneinspektorin    
Friederike Brüheim

in weiteren Rollen
Robert Wittmers, Janine Kress, Boris Bianchi-Pastori, Holger Stumpf, Florian Henke, Paula Henke, Lisa Trzebinsky, Mary Gensel, Karl Burg, Maximilian Sergel, Jürgen Kober, Uwe Heinze, Mike Zaka Sommerfeldt



Film 3 - Die Russen kommen (1992 - 1993) 124 min



September 1992: Im Hunsrück werden die Karten der Weltgeschichte noch einmal neu gemischt. Die amerikanischen Truppen haben begonnen, ihre Stellungen zu räumen und den Militärflughafen Hahn aufzugeben. Nachts dröhnen die gewaltigen "Galaxy"-Flugzeuge über dem Land, die Atomsprengköpfe, Cruise Missiles und Geheimwaffen abtransportieren. Auf den Feldern hinter der Startbahn halten die Leute der Friedensbewegung um Pfarrer Dahl bei Kerzenlicht Dankgottesdienste. Zur selben Zeit kehrt Ernst Simon überraschend aus Russland zurück. Zwei Jahre lang war er, trotz diplomatischer Vorstöße und Appellen in den Medien, in sowjetischen Gefängnissen verschollen. Am Frankfurter Flughafen, wo die Maschine aus Moskau landet, erwarten ihn die Journalisten. Zu aller Erstaunen kommt Ernst mit einem Neugeborenen im Arm an und im Gefolge von Russlanddeutschen, Heimkehrern aus Kasachstan und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken. Galina, die Mutter des Babies, eine blutjunge, hübsche Frau, ist Russin. Da sie in eine "deutsche" Familie eingeheiratet hatte, konnte auch sie in den " goldenen Westen" mitkommen. In einem Bus begleitet Ernst die Aussiedlerfamilien in ihre neue Heimat im Hunsrück und beherbergt Galinas Clan in seinem Haus am Schabbacher Goldbach.

Mit ihrem fremdländischen Charme und ihrer natürlichen Offenheit gewinnt Galina bald alle Sympathien für sich und versorgt ihre vielköpfige Familie mit den Zuwendungen der Einheimischen, die sich sonst nur schwer an die neuen Mitbürger gewöhnen können. Fast 50 Jahre lang haben die Hunsrücker mit den großzügigen Amerikanern und ihrer mächtigen Militärpräsenz gelebt. Jetzt beziehen russisch sprechende, hilfsbedürftige Menschen deren Quartiere, und noch vor kurzem waren die Sowjetrepubliken, wo sie gelebt hatten, das Ziel der Atomraketen der Nato gewesen. Das ist ein Aspekt der Wende, der von den alten Hunsrückern als "Witz der Weltgeschichte" empfunden wird.
Hermann und Clarissa, die ihr berufliches Ausjahr genießen wollen, werden ebenfalls von den neuen Ereignissen berührt. Die Ruhe, nach der es sie in ihrem Karriereleben verlangt, tritt nicht ein. Die Bürgerbewegungen, an denen sie engagiert teilgenommen hatten, verlieren ihre Ziele. Nicht Kalter Krieg und Rüstung sind nunmehr das Problem, sondern die Integration Tausender von "Russen" im Hunsrück und Arbeitslosigkeit. Das idyllische Günderrode-Haus liegt jetzt im Zentrum von Umbrüchen, und das Paar beginnt sich zu fragen, warum es nicht einfach nur glücklich sein darf. Nicht nur der Lärm der Galaxies dröhnt nachts übers Haus; Clarissa wird neuerdings von Tönen im Kopf gequält. Der Tinnitus alarmiert die Gesangskünstlerin. Die Töne kehren auch wieder, als Hermanns Tochter Lulu - aus seiner Ehe mit Schnüsschen - unerwartet mit zwei Freunden erscheint. Lulu kleidet ihre Aggressionen gegen den Vater und sein neues Glück in kränkende Ironien. Ihr sonst so willkommener Besuch bedrückt das Paar. Lulu ahnt das Ausmaß nicht; sie genießt es, von ihren beiden Studienfreunden geliebt zu werden. Auf einem Fest am Rhein entscheidet sie sich unversehens für Lutz, der mit ihr einen Bungee-Sprung wagt. Roland, der andere, wird zum traurigen Zeugen ihres "Höhenflugs".

Das verlassene Gelände der Hahn-Airbase wird zur Herausforderung für jung und alt: Hartmut Simon, der sich von seinem Vater Anton, dem Patriarchen und Gründer der "Optischen Werke Simon", emanzipieren will, zieht in einer der leerstehenden Hallen ein Konkurrenzunternehmen zur väterlichen Firma auf. Während Mara, Hartmuts Frau, sich ihrer Pferdeleidenschaft und dem Dressurreiten hingibt, während die Deutschrussen Schabbacher Wohnungen beziehen und während Galina im Haushalt der Simons Arbeit findet, hat bei allen ein Streben nach Profit begonnen. Hermann, der sich nie für Geldgeschäfte interessiert hatte, reist nach Leipzig, um mit Hilfe von Udo steuersparend in Sanierungsprojekte der Stadt zu investieren, und Hartmut macht Millionengeschäfte mit Böckle, dem als Investor getarnten "Firmenvernichter" eines internationalen Handelskonzerns.
Bei all dem Profitstreben gibt es dennoch die Gefühle. Hartmut hat sich heimlich in die schöne Galina verliebt, was gerade jetzt prekär ist, da seine Frau Mara schwanger ist. Ohne seine Zuwendung bringt sie das Kind zur Welt. Da schlägt für Schwiegervater Anton die große Stunde. Bei der Tauffeier beerbt er den neugeborenen Enkel mit Millionen aus seinem Privatvermögen und übergeht damit brüsk nicht nur Hartmut, seinen Sohn und Junior, sondern auch dessen Geschwister. Das Familiendrama weitet sich aus. Noch am selben Abend gibt sich der verstörte Hartmut seiner Liebe zu Galina hin. Als er sie spät ins Dorf zurückfährt, wird sie von ihrem Mann Juri und der Familie für immer verstoßen. Hartmut holt Galina zu sich in den Porsche zurück und fährt mit ihr ziellos in die Nacht hinaus.

Zur gleichen Zeit feiert Lulu mit den zwei Freunden ihr bestandenes Architektur-Examen. Mit Lutz, von dem sie ein Kind erwartet, und mit Roland, dem unglücklichen Dritten, verbringt sie den Abend in einem Hunsrücker Restaurant. Sie wollen im Günderrode-Haus übernachten. Etwas betrunken wählen sie vorsichtshalber ein Taxi, doch auf der Fahrt dorthin kommt es zum Unfall mit Hartmuts Porsche. Das Taxi prallt gegen einen Baum. Lulu und Roland kommen mit dem Schrecken davon, aber Lutz auf dem Beifahrersitz ist schwer verletzt. Hartmut, der Schuldige, fährt ihn hektisch ins Krankenhaus, dort kommt aber alle Hilfe zu spät.
Zitternd und sprachlos erscheint Lulu mit Roland am Günderrode-Haus, während Hartmut und Galina im Schock eine nächtliche Straße entlangirren.


Hermann     
Henry Arnold           

Clarissa         
Salome Kammer

Hartmut    
Christian Leonhard         

Galina    
Larissa Iwlewa

Anton     
Matthias Kniesbeck                       

Ernst     
Michael Kausch

Lulu     
Nicola Schössler          

Mara    
Constance Wetzel

Juri     
Victor Nemtschenko            

Babuschka     
Emma Fischer

Postowitsch                 
Aleksej Davydov          

Knabberleiste                        
Berthold Miesbach

Udo     
Tom Quaas          

Jana    
Antje Brauner

Tobi     
Heiko Senst          

Tillmann    
Peter Schneider

Moni     
Julia Prochnow          

Lutz     
Frank Wünsche

Roland     
Caspar Arnhold          

Biggi    
Silvia Klemm

Anna     
Madeleine Lenke          

Herr Böckle     
Rainer Guldener

Rudi     
Berthold Korner          

Lenchen    
Christel Schäfer

Rose     
Robin Gooch          

Lothar  
 Ingo Lang

Gisela    
Jutta Altmeyer          

Marlies    
Birgit Nitze

Helga     
Anne Tatsch-Fink          

Hans    
Jörg Altmeyer

Horst     
Karlheinz Kaiser          

Frau Weirich    
Doris Bredel

Toni     
Manfred Kuhn                                

Helmut    
Markus Klingels

Pfarrer     
Karl-August Dahl              

in weiteren Rollen
Sabine Hampel, Reinhard Mosmann, Manfred Klassen, Jutta Munderich, Simon Bleisinger, Justin Kunz, Walter Wagner, Reiner Bleisinger, Gerlind Schulze, Rolf Härter, Gerrit Meier, Kersten Hanke, Eugen Kunz, Dr. Rudolf Benz, Dr. Sixten Sievert, Dr. Hans-Peter Mayer, Heiko Kruggel


Film 4 - Allen geht's gut (1995) 132 min



Herbst 1995. Das Glück der Zweisamkeit lässt sich nicht erzwingen. Clarissa hat die Tinnitus-Töne in ihrem Ohr als Alarmzeichen verstanden. Sie weiß, dass das Singen und die Bühne weiterhin ihre Bestimmung sind, und hat neue Engagements angenommen.
Als Hermann sie, nach wochenlangen Konzertreisen, am Mainzer Bahnhof abholt, wird seine Hoffnung auf eine Fortsetzung des gemeinsamen Idylls jäh zerstört. Clarissa kann nur wenige Stunden bleiben, denn schon wartet eine neue Tournee auf sie. Hermann, der einst so leidenschaftliche Musiker, müsste sie verstehen, aber blinde Eifersucht hindert ihn. Er sieht seine Liebste, die ihm allzu euphorisch erscheint und am Telefon mit ihrem Gesangspartner flirtet, schon in dessen Armen liegen. Er macht ihr eine heftige Szene und verkennt dabei ihren Stolz. Clarissa liebt Hermann, aber angesichts seiner Vorhaltungen verschließt sie sich gänzlich.

Der Streit wird durch Hartmut unterbrochen, der gekommen ist, um den beiden Galina vorzustellen und ihr zu einem völllig absurden Gesangsstudium zu verhelfen. Da läuft Hermann kopflos aus dem Haus. Bergabrennend kommt er im Städtchen Oberwesel an, steigt in den nächstbesten Bus und betäubt sich mit Frustkäufen in einem Großmarkt. Bei seiner Rückkehr ist Clarissa abgereist. In seinem Brass hatte er seinen Schlüssel vergessen und tritt auf der Suche nach einem beim Haus deponierten Zweitschlüssel in die Marderfalle, die Gunnar vor Jahren im Gebüsch aufgestellt hatte. Hermanns Fuß wird schwer verletzt. Wochenlang verbringt er in einer Klinik und kehrt dann voll Melancholie ins Günderrode-Haus zurück. All das neue Lebenskonzept, das er hier mit Clarissa zur Zeit der Wende entworfen hatte, scheint zunichte. In seiner Verzweiflung hat er allerdings wieder zum Komponieren zurückgefunden. Bereits in der Klinik hatte er begonnen, eine Symfonie zu notieren und Gedichte der Caroline von Günderrode zu vertonen. In einem einzigen Schaffensrausch hat er sein Werk beendet, als Tillmann ihn an einem Morgen vorfindet.
Hermann will sich vergewissern, ob der Riss, den er in sich spürt, durch die ganze Welt geht. Ahnungsvoll sucht er sein Heimatdorf auf. Dort ist alles froher Stimmung. Sein 75jähriger Bruder Anton schwelgt in Erfolgen. Nachdem er einen Landes-Verdienstorden erhalten und seinen Sohn Hartmut wegen dessen Affäre mit Galina nachhaltig terrorisiert hat, betätigt er sich jetzt im Management des SV Schabbach. Hermann erlebt ein Fußballspiel mit, in dem die Dorfmannschaft siegt und Anton als ihren Patron feiert. Allen scheint es gut zu gehen, und selbst, als nachts ein Erdbeben die Region erschüttert, wirkt die Welt friedlich.
Hermann zweifelt an sich und seinen Katastrophenahnungen. Am nächsten Morgen jedoch erfährt er am Telefon von Antons Tod nach einem Herzanfall. Seine Versuche, mit Clarissa wenigstens diesen Schmerz noch zu teilen, scheitern. Sie ist nicht erreichbar. Auch im Kreis der trauernden Familie findet Hermann keinen Halt. An der Bahre des Toten entsteht ein absurder Streit über die Form der Bestattung. Sentimentale Argumente für eine traditionelle Erdbestattung werden vorgebracht, Mara votiert mit der Fraktion der modernen Anton-Nachkommen für eine Feuerbestattung.
Hermann flieht, begibt sich auf eine ziellose Reise. An der Hunsrücker Autobahn-Raststätte begegnet er seinem Bruder Ernst. Sie verbringen eine Nacht, um sich auszusprechen. Antons Tod hat die Besinnung auf ihre eigene Lage geweckt. Es ist das nahende Alter, das beide verstört, die Frage nach einem geistigen Überleben.

Hermann fährt weiter. Er macht in Köln Station, um Lulu und seinen Enkel Lukas zu besuchen. Das Treffen endet im alten Tochter-Vaterstreit. Deprimiert lässt sich Hermann mit einer Prostituierten ein. Dann fährt er, einer telefonischen Einladung Clarissas folgend, zu ihrer Premiere nach Berlin; und die nächste Enttäuschung wartet auf ihn. Er hat seine "Günderrode-Lieder" bei sich, die er Clarissa gewidmet hat und ihr übergeben will. Doch bei ihrem Wiedersehen in einem Lokal, wo sie mit dem Team den Erfolg des Konzerts feiert, fühlt er sich als Fremder. Erst sein Rivale, dann Hermann selbst, verlassen fluchtartig die Feier. Clarissa bleibt traurig zurück.
Anton Simons Einäscherung und die Urnenbestattung überfordern alle in Schabbach. Eine Tradition ist im Dorf gebrochen worden, und das geht so weit, dass nicht einmal die Belegschaft seiner Firma zum Begräbnis geladen ist, geschweige denn der FC-Schabbach und die Honoratioren der Kreisstadt und des Landes. "In aller Stille" der Verlegenheit und des Traditionsverlusts wird die Urne stillos beigesetzt. Da packt Ernst, der von Kindheit an der Gegenspieler seines Bruders Anton war, der Zorn. Er hält eine Stegreifrede: "Anton, zu deinen Lebzeiten, da wäre ein so erbärmlicher Afffenzirkus nicht vorgekommen." Und Ernst zählt alle auf, die am Grab fehlen. "Du weißt, die Chemie zwischen uns hat nie gestimmt. Aber jetzt, wo sie dich verbrannt und in die Luft geblasen haben, da stimmt sie auf einmal."

Bei seiner Rückkehr ins Günderrode-Haus findet Hermann eine weinende Clarissa vor. Sie ist an Krebs erkrankt, musste ihre Tournee abbrechen. Er nimmt sie besorgt in die Arme.


Hermann    
Henry Arnold          

Clarissa        
Salome Kammer

Hartmut    
Christian Leonhard         

Galina    
Larissa Iwlewa

Anton    
Matthias Kniesbeck                      

Ernst    
Michael Kausch

Lulu    
Nicola Schössler         

Mara    
Constance Wetzel

Gunnar    
Uwe Steimle          

Tillmann       
Peter Schneider

Moni                
Julia Prochnow         

Knabberleiste                       
Berthold Miesbach

Udo    
Tom Quaas       

Jana    
Antje Brauner

Tobi    
Heiko Senst       
       
Der Hundertjährige    
Rudolf Wessely

Herr Böckle      
Rainer Guldener         

Reinhold Loewe    
Peter Götz

Anna    
Madeleine Lenke      

Rudi    
Berthold Korner         

Lenchen    
Christel Schäfer

Dieter  
Andreas Külzer         

Lothar    
Ingo Lang

Gisela    
Jutta Altmeyer         

Marlies    
Birgit Nitze

Helga    
Anne Tatsch-Fink         

Hans    
Jörg Altmeyer

Horst   
Karlheinz Kaiser         

Frau Weirich    
Doris Bredel

Toni    
Manfred Kuhn         

Helmut    
Markus Klingels

Pfarrer    
Karl-August Dahl         

Nachbarin Köln    
Biggi Wanninger

Nachbar Köln      
Georg Blumreiter         

Hure in Köln    
Nele Hollinderbäumer

Clarissas Gesangspartner      
David Moss         

Winzerin    
Anne Doris Marbe-Sans

Hanni    
Elisabeth Assmann         

Arzt von Anton    
Walter Wagner

Die Bestatterin    
Gisela Pick         

Herr Schwarz    
Herbert Piel

Mannschaftskapitän    
Markus Heinrich         

Mannschaftstrainer    
Hans-Valentin Wald

Hans-Peter    
Michael Schlegelberger         

Schnüsschen    
Anke Sevenich

in weiteren Rollen
Katharina Montheit, Oskar Vitlif, Keno Spiekermann, Dennis Baltz, Ergün Ciftei


Film 5 - Die Erben (1997) 103 min



Sieben Jahre sind seit der Wende vergangen, genug Zeit, um die neuen Lebensentwürfe und Hoffnungen von 1989 annähernd verwirklicht zu haben. Jeder - sei es der kinderlose Ernst, der schon auf die Siebzig zugeht, sei es der 14jährige Junge Matko - hat versucht, dem Leben ein Stück persönlichen Glücks abzujagen. Matko ist der Sohn einer Jugoslawin, die ihn vor Jahren bei einer Freundin in Schabbach zurückgelassen hatte, um ihn vor dem Krieg in der Heimat zu bewahren. Matko sehnt sich nach der Mutter und fühlt sich von ihr verlassen.
Beim Kauf einer neuen Cessna hat Ernst den Jungen auf dem Hahn-Gelände kennengelernt. Seither kümmert er sich rührend um den kleinen Streuner mit Mofa und amerikanischer Fliegerjacke, obwohl Ernst derzeit mit einem ehrgeizigen Projekt befasst ist. Mit dem Bau eines Museums am Goldbach und einer neugegründeten Stiftung, in die er seine imponierende Expressionismus-Sammlung einbringen will, möchte er sich unsterblich machen. Die Baupläne sind bereits erstellt, auch steht die Finanzierung schon. Ernst weiß aber, dass er dennoch ein einsamer Mann bleiben wird, ohne eigene Familie, ohne Geborgenheit und Liebe. Dieses Vakuum in seiner Seele könnte Matko ausfüllen, wenn Ernst nicht so unschlüssig wäre. Er schiebt die Entscheidung, den Jungen zu sich zu nehmen und zu seinem Nachfolger auszubilden, vor sich her.

Hermann und Clarissa haben wieder zueinander gefunden, aber der Preis für ihre neue Zweisamkeit ist hoch: Clarissas Krebserkrankung ist zu einer leidvollen Odyssee durch Operationssäle, Kliniken und riskante Therapien geworden. Täglich besucht Hermann die Kranke und umsorgt sie hingebungsvoll. Seine Tochter Lulu und Lukas, sein Enkel, wohnen derzeit bei ihm im Günderrode-Haus. Als Assistentin des mit Ernsts Museumsbau beauftragten Architekten Delveau hat Lulu die attraktive Aufgabe der Bauleitung übernommen. Mit großer Tüchtigkeit installiert sie sich auf dem Gelände und treibt die Bauplanung voran - allerdings gegen den Widerstand der Schabbacher Bürger.
Im Dorf hat sich vieles verändert, und es scheint, dass der einstige Gemeinsinn einem individualistischen Profitdenken gewichen ist. Es gibt hier nun auch die "Neuschabbacher" mit ihren reichen Wochenend-Villen, und sie nehmen wachsenden Einfluss auf die örtliche Politik. Sie wollen ländliche Ruhe, Naturidylle und keine Besucherströme zu einem Museum beim Dorf. Darum haben sie eine Kampagne gegen Ernst mobilisiert, ja sogar gegen den gesamten "Simon-Clan", den sie als Schabbachs Unglück verrufen.

In einem Punkt haben die Neuschabbacher recht, und deshalb schließen sich ihnen die Einheimischen an: Die "Optischen Werke Simon" sind nach Antons Tod und unter seinem Nachfolger Hartmut in eine Dauerkrise geraten und haben den Dorfbewohnern Arbeitslosigkeit und den Verlust ganzer Lebenskonzepte beschert. Hartmut ist in die Fänge eines internationalen Konzerns geraten, dessen einziges Interesse es ist, ihn als Konkurrenten vom Markt zu verdrängen.
Beim Kampf um die Verwirklichung seiner Museumsidee argumentiert Ernst auch damit, Schabbach aus der Finanzmisere retten zu können. Aber als einem "Simon" misstraut man ihm jetzt. In seiner wachsenden Einsamkeit kommt ihm die Idee, einen Frankfurter Detektiv, Herrn Meise, mit der Suche nach einem Erben zu beauftragen. Ernst hofft, in seinem unsteten Fliegerleben irgendwo ein Kind gezeugt zu haben, dem er sein Vermögen und all seine unerfüllten Hoffnungen vererben könnte. Als der Gemeinderat ihm definitiv die Baugenehmigung verweigert, steigt Ernst in sein Flugzeug und verunglückt tödlich an der Loreley.
Sein Tod macht die Probleme nur noch größer. Die Hinterbliebenen, Ernsts Neffen und Nichten, gieren nach seinem Vermögen. Man trifft sich bei Hermann im Günderrode-Haus, wo es zu hässlichen Konfrontationen kommt. Hermann und Lulu plädieren, das Museums-Projekt zu verwirklichen und die Kunstsammlung zu erhalten; die Reichen in der Familie wollen deren Verkauf. Natürlich will auch Hartmut Geld sehen, um seine Firma vor der Pleite zu retten. Da funkt Meise, der Frankfurter Erbenermittler, mit der Idee dazwischen, dass Matko, den Ernst so gemocht hatte, dessen Sohn sei. Entrüstet nimmt die Familie den Kampf gegen den armen Jungen auf. Als angeblicher Millionenerbe wird er zur Zielscheibe von Neid und Hass - auch seiner Mitschüler und der Leute im Dorf. Hermann nimmt den Jungen bei sich auf, um ihn zu schützen. Doch Meise hat Matkos Mutter aus Bosnien herbeigeholt. Sie und ihr Sohn werden zum Bluttest in eine Mainzer Klinik geschleppt. Eine DNS-Analyse soll die Frage der Abstammung klären.

Matko flieht, nicht zuletzt auch vor der vom Krieg entstellten Mutter, die er nicht mehr als die seine erkennt. Er klettert auf die Loreley, zum Ort, wo Ernst, sein einziger Freund, den Tod fand. Als seine Verfolger und die ihm fremde Mutter ihn dort aufspüren, stürzt er sich in die Tiefe. Die Tragödie ereignet sich in dem Augenblick, als Hermann die genesende Clarissa ins Günderrode-Haus heimbringt. Von hier aus ist der Anblick der Loreley vertraut und freundlich. Der neuen Hoffnung auf ein wenig Lebensglück für das Paar scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Die DNS-Analyse hat ergeben, dass Matko nicht Ernst Simons Sohn gewesen ist.



Hermann    
Henry Arnold               

Clarissa        
Salome Kammer

Hartmut    
Christian Leonhard         

Matko    
Patrick Mayer

Ernst    
Michael Kausch                      

Max Meise    
Benjamin Krämer-Jenster

Lulu    
Nicola Schössler         

Mara    
Constance Wetzel

Gunnar    
Uwe Steimle  
      
Moni                
Julia Prochnow         

Prof. Delveau                    
Georges Delnon

Udo    
Tom Quaas         

Jana  
Antje Brauner

Tobi    
Heiko Senst         

Tillmann    
Peter Schneider

Die Weinkönigin    
Sandra Jung

Herr Böckle      
Rainer Guldener         

Reinhold Loewe    
Peter Götz

Anca    
Carmen Dalfogo         

Herr Böckle    
Rainer Guldener

Rudi    
Berthold Korner         

Lenchen    
Christel Schäfer

Dieter    
Andreas Külzer         

Lothar  
Ingo Lang

Gisela    
Jutta Altmeyer         

Marlies    
Birgit Nitze

Helga    
Anne Tatsch-Fink         

Hans    
Jörg Altmeyer

Horst    
Karlheinz Kaiser         

Frau Weirich    
Doris Bredel

Toni    
Manfred Kuhn         

Helmut    
Markus Klingels

Pfarrer    
Karl-August Dahl         

Polizeipsychologe    
Thomas Marx

Stationsschwester    
Tina Seydel              

in weiteren Rollen
Stefanie Mühle, Leon Pollux, Sabine Hampel, Patricia Wolf, Oliver Wolf, Wilhelm Gräf, Jörg Kunkel, Junes Kahnze, Keno Spiekermann, Eugen Kunz, Anette Bauer, Monika Unrath, Gernot Ruof, Andreas Manz, Gustl Mayer-Fürst, Benrd Hoffmann, Rolf Schmidt, Klaus Jürgen Heidenreich, Maria-Elena Hackbarth, Dietmar Tuldi, Carlo Wild


Film 6 - Abschied von Schabbach (1999 - 2000) 105 min



Am 9. August 1999, dem Tag der Sonnenfinsternis, ist Gunnar Brehme nach München gereist. Der Grund für sein Kommen ist nicht das große Naturereignis, in dessen Erwartung sich Menschenmassen mit "Sofi"-Brillen durch die Innenstadt drängen. Gunnar muss heute eine Gefängnisstrafe wegen Trunkenheit am Steuer antreten, die er einem "Wiesn"-Besuch vom letzten Jahr verdankt. In der Menge trifft er auf Tillmann und Moni, die mit einem Bus voller Schabbacher Laienspieler in der Stadt Station machen. Auch Hermann und Clarissa sind an diesem Tag nach München gekommen, um am Abend mit den "Günderrode-Liedern" eine gemeinsame Tournee zu starten.

Das Schauspiel am Himmel ergreift selbst Gunnar in seinen bangen Gedanken. Fasziniert und brillenlos hat er aber zu lang in die Sonnenkorona geblickt und sich die Augen geblendet. Immerhin kann die Verletzung als Grund für einen Tag Haftaufschub dienen, und er beschließt, seine Exfrau Petra mit Reinhold und vor allem seine beiden Töchter zu besuchen, die inzwischen Teenager sind. Er trifft die Familie, als das Paar gerade aufbricht, um das Konzert von Hermann und Clarissa zu besuchen. So verbringt Gunnar den Abend allein mit den Töchtern und erlebt, dass Nadine, die ältere, ihn als ihren "richtigen" Vater nicht vergessen hat. Sie erinnert sich auch an den "Entertainer", den er auf dem Klavier spielt; sie kocht für ihn und versorgt ihn mit reichlich Wein. Gerührt beichtet Gunnar ihr, dass er für ein halbes Jahr in den Knast muss.
Als Petra und Reinhold nach dem Konzert mit den beiden Künstlern zu einem Restaurant gehen wollen, kreuzt der Hunsrücker Reisebus ihren Weg. Hermann erfährt, dass Rudi, der Gastwirt von Schabbach, gestorben ist. Oft hatte er mit Clarissa über das treue, fast archaische Paar Rudi und Lenchen gesprochen. Nun hat der Tod die beiden, die eine Art Leitstern der dauerhaften Liebe waren, getrennt. Nach Clarissas Krankheit, die überwunden scheint, erinnert der Todesfall schockartig an die stete Bedrohung von Liebe und Leben. Aber ehe Hermann und Clarissa zur Beerdigung in den Hunsrück aufbrechen, taucht Clarissas Mutter auf. In Panik ist sie aus ihrem Altersheim in Wasserburg geflohen, hält es unter "lauter sterbenden Leuten" nicht mehr aus. Clarissa versteht ihre Angst und fährt mit ihr zum Heim zurück, um sie zum Bleiben zu bestärken. Hermann begibt sich allein auf die Fahrt in den Hunsrück.

Gunnar hat den Knast beherzt und mit einem kühnen Plan betreten. Von seiner Zelle aus will er ein Wiedersehensfest organisieren, das zur Jahrtausendwende an dem Ort stattfindet, der für ihn und die Freunde zum Wendepunkt des Lebens geworden ist: das Günderrode-Haus am Rhein. Er hat an der Börse spekuliert und kann für ein rauschendes Fest zu Neujahr einiges springen lassen. Voraussetzung ist, dass die bayrische Justiz sein gutes Betragen als Häftling würdigt und ihn vorzeitig zum Jahresende entlässt. Gunnar ist sich dessen sicher.
Hermanns Fahrt endet zunächst in einer Wiese bei Schabbach, wo er Rast macht und in der schwülen Mittagshitze einschläft. Im Traum erlebt er seine Rückkehr ins Dorf: Rudi, der Gestorbene, begegnet ihm im dort und weissagt eine Zukunft, die der Träumende nicht versteht. Als Hermann erwacht und zur Beerdigung aufbrechen will, fällt er in einen neuen Traum, in dem er wiederum Rudi, aber auch anderen Toten begegnet - nicht nur, wie einst, dem Sarg der Mutter im prasselnden Regen auf der Dorfstraße, sondern auch Anton, Ernst, Matko und Lutz, dem Vater seines Enkels.
Hermann kommt fast zu spät zu Rudis Begräbnis. Er erlebt einen schmerzlichen und auch beglückenden Kontrast zur Berdigung seiner Brüder. Alle vom Dorf sind erschienen, keiner fehlt, auch Menschen, die den Toten kaum gekannt haben, geben ihm die letzte Ehre. Der Pfarrer erinnert an die fraglose Liebe, die Rudi von Kindheit an für sein Lenchen empfunden hat. Ergriffen geht Hermann durch den Friedhof, besucht die Gräber seiner Verwandten.

Doch die Heimaterde gibt keine Ruhe. Mit einem plötzlichen Erdstoß verschlingt sie Ernsts Gemäldesammlung, seinen im alten Schieferbergwerk gehorteten Schatz. Die reumütige Gemeinde hatte das Museumsprojekt unter Lulus Leitung doch noch genehmigt. Durch die Bauarbeiten sind aber tragende Wände im ehemaligen Stollen eingebrochen, ein unterirdischer See entlässt ungeheure Wassermassen aus der Höhle und überflutet das Gelände am Goldbach. Nur mit Not kann Lulu ihr Söhnchen Lukas und sein Kindermädchen aus der Überschwemmung retten.
Die Katastrophe hat zudem bewirkt, dass in der Ortsmitte Schabbachs Erdrisse klaffen. Um sie zu schließen, füllen die Dorfbewohner in einem panischen Schildbürgerstreich Beton in die Löcher, der sich unaufhaltsam in die Höhle ergießt, die sich direkt unterm Dorf befindet. Ernsts Gemälde-Safes werden unter dem schnell aushärtenden Beton begraben. Lulu, die todesmutig in den Stollen eingedrungen ist, kann nur noch feststellen, dass sein "Nibelungenhort" für immer verloren ist. Auch ihre berufliche Aufgabe ist damit zunichte. Deprimiert kehrt sie mit ihrem Kind nach Köln zurück. Erfolgreich ist aber Gunnar. Vom Knast aus hat er das Fest im Günderrode-Haus bravourös organisiert. Dank ihm wird der Silvesterabend am Rhein zu einem Wiedersehen aller. Nur er selbst kann nicht dabei sein. Die bayrische Justiz hatte kein Erbarmen und lässt ihn die Jahrtausendwende in der Zelle verbringen. Doch wird Gunnar getröstet - durch einen musikalischen Gruß von Nadine, deren Liebe zu ihrem Vater Bestand hat.

Lulu hat Silvester mit Roland, dem Freund von damals, verbracht und ihr Söhnchen im Günderrode-Haus bei Hermann gelassen. Roland ist aidskrank und geht auf den Tod zu. Als Lulu am Neujahrsmorgen zurückkehrt, empfängt sie das Klavierspiel von Lukas. Der musikbegeisterte Kleine hat abseits der fröhlichen Silvesterrunde eine ganze Mozart-Sonatine einstudiert. Lulu weint vor Rührung, vor Trauer und vor Ratlosigkeit.


Hermann    
Henry Arnold          

Clarissa        
Salome Kammer

Hartmut    
Christian Leonhard         

Reinhold Loewe    
Peter Götz

Ernst    
Michael Kausch                      

Petra    
Karen Hempel

Lulu    
Nicola Schössler         

Mara    
Constance Wetzel

Gunnar    
Uwe Steimle          

Moni                
Julia Prochnow         

Prof. Delveau                    
Georges Delnon

Udo    
Tom Quaas         

Jana    
Antje Brauner

Tobi    
Heiko Senst         

Tillmann    
Peter Schneider
      
Die Weinkönigin    
Sandra Jung

Herr Böckle      
Rainer Guldener         

Reinhold Loewe    
Peter Götz

Anca    
Carmen Dalfogo    
   
Rudi    
Berthold Korner         

Lenchen    
Christel Schäfer

Dieter    
Andreas Külzer         

Lothar    
Ingo Lang

Gisela    
Jutta Altmeyer         

Marlies    
Birgit Nitze

Helga    
Anne Tatsch-Fink         

Hans    
Jörg Altmeyer

Horst    
Karlheinz Kaiser         

Frau Weirich    
Doris Bredel

Toni    
Manfred Kuhn         

Helmut    
Markus Klingels

Pfarrer    
Karl-August Dahl         

Jennifer    
Merlin Halbach

Galina     
Larissa Iwlewa         

Nadine    
Sarah Baier

Anna    
Madeleine Lenke         

Anton    
Matthias Kniesbeck

Ernst    
Michael Kausch         

Matko    
Patrick Mayer

Rudi    
Berthold Korner         

Lenchen    
Christel Schäfer

Dieter    
Andreas Külzer         

Lothar  
Ingo Lang

Hanni    
Elisabeth Assmann         

Elfie  
 Ingrid Isermann

Helmut    
Markus Klingels         

Frau Lichtblau    
Edith Behleit

Arnold    
Björn Klein         

Lutz    
Frank Wünsche

Roland    
Caspar Arnhold         

Lukas    
Maximilian Kreuz

Maklerin    
Ute Cremer         

Scheue Mieterin    
Elisabeth Degen

Koch Christian     
Ralf Frenzel         

Justizbediensteter    
Harry Baer

Glatze    
Robert Frank         

Fotografin    
Ellen Engelmann






                                    


Auswahl von Presseartikeln, Kritiken und Medienbeiträgen

Marli Feldvoß:
»70 Jahre deutsche Geschichte«.
In: epd Film. 2004. H. 10. S. 20.

Nikolaus von Festenberg:
»Der Rhein des Erinnerns«.
In: Der Spiegel, 27.9.2004.

Eckhard Fuhr:
»Familienbande reißen nicht«.
In: Die Welt, 21.9.2004.

Peter W. Jansen:
»Schabbach und die zierte Dimension«.
In: Frankfurter Rundschau, 4.9.2004.

Peter W. Jansen:
»Deutschland, blaue Blume«.
In: Der Tagesspiegel, Berlin, 29.9.2004.

Ulrich Kriest:
»Heimat 3 - Chronik einer Zeitenwende«.
In: film-dienst. 2004. H. 20. S.38-40.

Julia F. Klimek:
»Elusive Images of Woman, Home and History: Deconstructing the Use of Film and Photography in Edgar Reitz's Heimat«.
In: Woman in German. Yearbook, Bd. 15.

Gertrud Koch:
»Kann man naiv werden? Zum neuen Heimat-Gefühl«.
In: Frauen und Film. 1985. H. 38. S.107-109.

Thomas Koebner:
»>Woran wir glaubten<«.
In: film-dienst. 2004. H. 20. S. 6-8.
 
Dietrich Leder:
»Das Ende der Schlipse«.
In: film-dienst. 1992. H. 20. S. 36-39.

Joachim Lembach:
»Case Study: >Heimat<«.
In: ders., The Standing of the German Cinema in Great Britain After 1945. Lewiston u.a. (Edwin Meilen Press) 2003. (= Studies in the History and Criticism of Film 6). S. 198-211.

Johannes von Moltke:
»Home Again: Revisiting the New German Cinema in Edgar Reitz's >Die Zweite Heimat« (1993)«.
In: Cinema Journal. Austin 2002/2003. H. 3. S. 114-143.

Sten Nadolny:
»Fortgehen und sich vollenden«.
In: WDR: Presseheft zu »Die Zweite Heimat«. Köln 1991. S. 9-12.

Bernard Nave:
»Line Allemagne |amais racontee: les petites gens de 1919 ä 1984...«
In: Jeune cinema. 1984. Nr. 162. S. 26-29.

Egon Netenjakob:
»Heimat - Eine Chronik in elf Teilen«.
In: Thomas Koebner (Hg.): Filmklassiker. Bd. 4. Stuttgart (Reclam) 1995. S. 122-134.

Egon Netenjakob:
»Reitz und das neue Genre. Versuch über >Die Zweite Heimat««.
Köln (Funk-Korrespondenz) 1993.

Rachel Palfreyman:
»Reflections of the »Heimat« Genre: Intertextual Reference in Reitz's >Heimat<«.
In: German Life and Letters. . H. 4. S.529-543.
Auch in:
Margaret Littler (Hg.): Gendering German Studies. Oxford (Blackwell) 1997. S. 151-165.

Rachel Palfreyman:
»Viewers and Villagers: Realism and Authenticity in Edgar Reitz's >Heimat<«.
In: Christopher Hall/David Rock (Hg.): German Studies to-wards the Millennium. Oxford usw. (Lang) 2000. (= CUTG Proceedings 2). S.77-89.

Rachel Palfreyman:
»Edgar Reitz's >Heimat«. Histones, Traditions, Fictions«. Oxford usw. (Lang) 2000. (= British and Irish Studies in German Language and Literature 21).

Ruth Perlmutter:
»German Revisionism: Edgar Reitz's >Heimat<«.
In: Wide Angle. 1987. H. 3. S.21-37.

Reinhold Rauh:
»Edgar Reitz. Film als Heimat«. München (Heyne) 1993. (= Heyne Filmbibliothek 191).

Robert C. und Carol J. Reimer: .
»Nazi-retro Film. How German Narrative Cinema Remembers the Past«.
New York (Twayne) 1992. (Twayne's Filmmakers Series). S.188-192

Eric L. Santner:
»Screen Memories Made in Germany: Edgar Reitz's »Heimat« and the Question of Mourning«. In: ders., Stranded Objects. Ithaca und London (Cor-nell University Press) 1990. S.57-102.

Eric L. Santner:
>On the Difficulty of Saying >We<: The Historians' Debate and Edgar Reitz's »Heimat««.
In: Bruce A. Murray/Christopher J. Wickham (Hg.): Framing the Past. Carbondale und Edwardsville (Southern Illinois University Press) 1992. S.261-279.

Horst Schäfer:
»Respekt vor den Dingen«.
In: Walter Schobert/Horst Schäfer (Hg.), Fischer Film Almanach 1985. Frankfurt/M. (Fischer) 1985. (= Fischer Taschenbuch 4456). S.239-253.

Helmut Schanze:
»Der unwiederholbare Augenblick - Der Film >Die Zweite Heimat« und das Dilemma des »Qualitätsfernsehens««.
In: Bausteine. Beträge zur Ästhetik, Pragmatik und Geschichte der Bildschirmmedien. Bd. 3. Siegen (Universität-Gesamthochschule) 1994.

ms. (= Martin Schlappner):
»Von Wiederfinden und Verlust der Heimat. Anmerkungen zu der Filmserie >Heimat< von Edgar Reitz«.
In: Neue Zürcher Zeitung, 20.9.1984.
 
ms. (= Martin Schlappner):
»Vom Vertrauen und vom Mißtrauen in die Heimat. Anmerkungen zu Edgar Reitz' epischer Chronik »Heimat««.
In: Neue Zürcher Zeitung, 25.10.1984.

Jochen Schmidt-Sasse:
»>In die Küch' zu Vadter und Mudter«. Edgar Reitz' Geschichten aus den Hunsrückdörfern«.
In: Augen-Blick. Themenheft »Heimat«. 1988. H. 5. S.92-112.

Lena Scholz:
»Die Konstruktion von Geschichte in Edgar Reitz' »Zweiter Heimat««. Siegen (Universität-Gesamthochschule) 1996. (= Massenmedien und Kommunikation 105/106).

Wolfram Schütte:
 »Eine deutsche »L'education sentimentale« in den sechziger Jahren«.
In: Frankfurter Rundschau, 19.9.1992.
 
Christopher Schwarz:
»Edgar Reitz. Die 2. Heimat«
In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Magazin, 2.4.1993
 
Georg Seeßlen:
»Made in Germany. Heimat«: Stichworte zu Edgar Reitz' schönem Film«.
In: medium. 1984. H. 9. S.4-10.

Dorthe Seifert:
»Erinnerungsbilder. Zur filmischen Konstruktion von Erinnerung in >Die Zweite Heimat««.
In: Ashraf Noor (Hg.): Erfahrung und Zäsur. Freiburg/Br. (Rombach) 1999. (= Litterae 67). S. 301-336.
 
Martin Swales:
»Symbolik der Wirklichkeit. Zum Film >Heimat<«.
In: Neue Zürcher Zeitung, 31.5.1991.

Stuart Taberner:
»Authenticity and nostalgia: Edgar Reitz's >Hcimat< as tourism and folk museum«.
In: New German studies. 1994/95. H. 3. S.171-183.

Michael Töteberg:
»>Heimat<. 1981-1984«.
In: Rainer Rother (Hg.): Mythen der Nationen: Völker im Film. München, Berlin (Koehler & Amelang) 1998. S.322-324.

Andree Tournes:
»... En marge de la grande Histoire«.
In: Jeune cinema. 1984. Nr. 162. S.29-32.

Colin Townsend:
»Edgar Reitz's >Heimat<:
Poetic Evocations of a Nazi Past«.
In: Graham Bartram u.a. (Hg.): Reconstructing the Past. Keele (Keele Universitär Press) 1996. S. 186-201.

Karsten Visarius:
»Die Unvollendeten«.
In: epd/Film. 1993. H. 1. S.16-21.

Martin Wachtel/Wolfgang Gast:
»Filmrezeption empirisch. Eine Studie zur Exposition der Serie >Heimat< von Edgar Reitz«.
In: Sprache und Literatur in Forschung und Unterricht. 1991. H. 67. S. 66-82.
 
Stefan Bodo Würffei:
»Die Fremde in der Heimat. Anmerkungen zum Film >Die Zweite Heimat< von Edgar Reitz«.
In: Ernest W.B. Hess-Lüttich u.a. (Hg.): Fremdverstehen in Sprache, Literatur und Medien. Frankfurt a. M. u.a. (Lang) 1996. (= Cross Cultural Communication 4). S. 389-412.

Ralf Zschachhtz:
»Bilder der Heimat. Deutsche Geschichte und Erinnerung in Uwe Johnsons Roman >Jahrestage< und in Edgar Reitz' Film 'Heimat««.
In: Carsten Gan-sel/Nicolai Riedel (Hg.): Internationales Uwe-Johnson-Forum. Bd. 7. Frankfurt a.M. usw. (Lang) 1998. S. 155-174.